Vorwort

 

Der Schulprogrammarbeit an unserer Schule liegt ein mehrjähriger Prozess zugrunde. In zahlreichen pädagogischen Konferenzen wurden immer wieder einzelne Themen der schulischen Arbeit überarbeitet.

Diese Ausgabe unseres Schulprogramms wurde zusammengestellt vom Lehrerkollegium der Grundschule Schlangen. Grundlage war das Schulprogramm aus dem Jahr 2017.

Die Prinzipien des pädagogischen Handelns sind das Ergebnis gemeinsamer Arbeit aller Schulgremien: Schulpflegschaft, Lehrerkonferenz und Schulkonferenz.

Unsere Schulordnung wurde von den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen entwickelt, in der Klassensprecherrunde beschlossen und von der derzeitigen Klassensprecherrunde aktualisiert.

Das Schulprogramm stellt den „Ist-Stand“ unserer Schule dar, es schreibt Vereinbarungen fest und zeigt den Weg auf, den wir alle gemeinsam beschritten haben und weiterhin beschreiten zu einer Schule, in der wir uns alle angenommen fühlen, in der wir gerne lernen und arbeiten.

Ein Programm bedeutet aber auch Entwicklung und Veränderung. Deshalb erscheint unser Programm nicht als fest gebundenes Buch, sondern so, dass immer, wenn es notwendig erscheint, Seiten verändert, ergänzt oder aber auch entnommen werden können.

 

Diese Ausgabe ist der Stand des Schuljahres 2020/2021

1. Die Grundschule Schlangen stellt sich vor

 

Wir sind eine dreizügige Offene Ganztagsgrundschule mit zurzeit 278 Schülerinnen und Schülern. Das Kollegium besteht aus 19 Grundschullehrerinnen, einer Sonderpädagogin, einer sozialpädagogischen Fachkraft und einer Lehramtsanwärterin. Als Schule des gemeinsamen Lernens unterrichten wir Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

Der Förderverein als Träger unsererer Betreuungssysteme bietet Betreuung im Rahmen der OGS sowie der Verlässlichen Grundschule an.

 

Zu unserem Schulprogramm gehören neben den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Sachunterricht, Sport, Kunst, Musik, Religion – als vorgesehenem Pflichtunterricht in der Stundentafel des Landes NRW – viele weitere unterrichtliche Aktivitäten.

Kinder, die Deutsch nicht als ihre Muttersprache haben, erhalten zusätzlichen Förderunterricht in Deutsch.

Manche Kinder haben im vorschulischen Bereich zu wenig Bewegungserfahrungen gemacht. Da aber Körperkoordination, Körperwahrnehmung und Lernen eng zusammenhängen, gibt es für diese Kinder den Sportförderunterricht.

Kinder, denen das Schreiben- und Lesenlernen oder die Mathematik besonders schwer fallen – in den Bereichen Legasthenie und Dyskalkulie – erhalten einen speziellen Förderunterricht, der ihnen hilft, ihre Schwächen aufzuarbeiten.

Die Kinder der 2. Schuljahre haben Schwimmunterricht im Schwimmbecken des Therapiezentrums des Medizinischen Zentrums in Bad Lippspringe.

Kinder der 4. Schuljahre, die gerne Basketball spielen, können dies im Winterhalbjahr immer in der Basketball-AG tun.

Im Sommerhalbjahr wird Leichtathletik trainiert. Bei den alljährlich stattfindenden Kreis – und Bezirksmeisterschaften waren unsere Schulmannschaften schon sehr erfolgreich.

Wenn die Versorgung mit Lehrerstunden es ermöglicht, bieten wir Kindern der 3. Klassen, die Freude an Naturwissenschaften haben, eine Experimentier-AG an.

Regelmäßig bewerben wir uns um eine Teilnahme am Projekt „Kunst und Kultur in Schulen“, das vom Land NRW finanziell gefördert wird.

 

Haus des Gemeinsamen Lernens

Die Grundschule Schlangen ist seit dem Schuljahr 2014/15 eine „Schule des gemeinsamen Lernens“. Zusammen für die Zukunft lernen – das heißt: Im gemeinsamen Unterricht lernen alle Kinder durch das tägliche Zusammensein miteinander und voneinander: Hilfsbereitschaft, Behutsamkeit, Respekt und Rücksichtnahme. Jedes Kind hat besondere Begabungen, Neigungen und Interessen – und einen eigenen Lernweg. Die Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule. Deshalb stellt sich die Schule auf die Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnisse eines jeden einzelnen Kindes ein.

Gemeinsames Lernen bedeutet einen wertschätzenden Umgang mit der Vielfalt der Individualität. Kinder mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf lernen gemeinsam mit Kindern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf.

Ganz besonders wichtig ist dabei ein gutes soziales Klima in den Klassen und in der Schule. Es unterstützt erfolgreiches Lernen, fördert ein hohes Maß an Motivation und sorgt dafür, dass jedes Kind sich in unserer Schule wohl fühlt.

In der „Schule für alle“ wollen wir jedem Kind die Unterstützung bieten, die es braucht, und ihm etwas Wichtiges mit auf den Weg geben: Alle Kinder lernen gemeinsam miteinander und voneinander.

 

Betreuung

Um berufstätige Eltern zu entlasten, gibt es seit dem Schuljahr 1994/95 die „Verlässliche Grundschule“. Hier werden Kinder morgens ab 7.50 Uhr bis zum Unterrichtsbeginn und mittags nach Unterrichtsschluss bis 13.10 Uhr betreut. Auf Wunsch können sie dort auch ein Mittagessen einnehmen und verbleiben dann bis 14.00 Uhr.

 

Offene Ganztagsgrundschule

Seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 ist die Grundschule Schlangen Offene Ganztagsgrundschule, dieses Angebot wird zurzeit von 80 Kindern genutzt. Träger des Offenen Ganztags ist der Förderverein unserer Schule. Untergebracht ist die Betreuung in den Räumen unseres ehemaligen Schulkindergartens. Neu eingerichtet wurde ein Speiseraum, in dem die Kinder gemeinsam das Mittagessen einnehmen. Die Kinder werden betreut von einer Bezugserzieherin, diese wird unterstützt von weiteren ausgebildeten Erzieherinnen, die als Teilzeitkräfte arbeiten. Studentinnen der Universität Paderborn helfen bei der Hausaufgabenbetreuung. Bei den thematischen Angeboten, die den Kindern nach der Hausaufgabenzeit gemacht werden, beteiligen sich neben den Erzieherinnen auch außerschulische Partner wie z. B. Vfl Schlangen oder das Jugendzentrum „Domino“.

Die Betreuung wird an allen Schultagen in der unterrichtsfreien Zeit zwischen 7.50 Uhr und 16.30 Uhr, freitags bis 15.00 Uhr, angeboten. Auch an schulfreien Tagen und jeweils in den zweiten Ferienhälften werden die Kinder ohne zusätzliche Kosten betreut.

 

Förderverein

Im April 1994 wurde an unserer Schule der Förderverein gegründet. Der Mindestjahresbeitrag beträgt 12,00 Euro. Zweck des Vereins ist „die Förderung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Grundschule Schlangen“ (Vereinssatzung). Sternwanderungen, Sponsorenläufe, Sport- und Spaßfeste und andere Aktivitäten helfen den Etat aufzustocken und ermöglichen im Sinne der Zielsetzung Dichterlesungen, die Anschaffung von Spielgeräten, die Übernahme von Kosten bei Klassen- und Theaterfahrten und die finanzielle Unterstützung verschiedener schulischer Projekte.

 

Vom Frühjahr 1999 bis zum Herbst 2002 wurde das gesamte Schulgelände unserer Grundschule überplant und es wurden umfangreiche Neu- und Umbauten vorgenommen, so dass unsere Schule heute über schöne, zeitgemäße Räumlichkeiten und Außenanlagen verfügt.

2. Leitbild unserer Schule – Prinzipien und Zielsetzung des Pädagogischen Handelns

 

Vertrauensvolles Miteinander zwischen Kindern, Eltern, Lehrern und Schulleitung

Aus diesem Leitbild ergeben sich für uns die Prinzipien und Zielsetzungen unseres pädagogischen Handelns: Dem Grundsatz „Pädagogik vom Kinde aus“ wollen wir gerecht werden, indem wir entsprechend den ständigen Veränderungen der Lebenswirklichkeit unserer Kinder flexibel pädagogisch handeln. Wir legen Wert auf einen erziehenden Unterricht: Zum Einen wollen wir die Kinder zu sozialer Kompetenz führen und sie Möglichkeiten und Regeln des friedfertigen und toleranten Miteinanders entwickeln und üben lassen; zum Anderen wollen wir den Kindern Sachkompetenz vermitteln und grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für das weitere Leben erwerben lassen. Ein Schritt auf dem Wege zu sozialer Kompetenz ist, dass Lehrer und Schüler gemeinsam die folgende Schulordnung entwickelt haben und sie nun umsetzen.

 

Unsere Schulordnung

Die Klassensprecherrunde der Grundschule Schlangen

In einer demokratisch verfassten Gesellschaft hat die Grundschule als pädagogische Einrichtung den Auftrag, ihre Schülerinnen und Schüler zur Mitgestaltung der gemeinsamen Angelegenheiten zu befähigen und zu ermutigen. Dieser Auftrag kann nur erfüllt werden, wenn die Grundschule die Mitwirkungsmöglichkeiten der Kinder an der Gestaltung des Unterrichts und des Schullebens aufgreift und sie durch angemessene Beteiligungsformen weiterentwickelt. An der Grundschule Schlangen ist das Kollegium seit dem Schuljahr 1998/1999 auf dem Weg, diesem Auftrag in besonderer Weise durch die Einrichtung einer „Klassensprecherrunde“ gerecht zu werden.

Diese Klassensprecherrunde setzt sich zusammen aus den gewählten Klassensprechern der zweiten, dritten und vierten Schuljahre, das sind z. Zt. 12 Mädchen und Jungen. Sie treffen sich in regelmäßigen Abständen außerhalb ihrer Unterrichtszeit mit einer Lehrkraft, die auch die zu besprechenden Themen rechtzeitig bekannt gibt, so dass die Klassensprecherinnen und Klassensprecher bereits vor dem Treffen in den Klassen ein Meinungsbild bzw. Vorschläge einholen können.

 Ergebnisse der „Klassensprecherrunde“ aus den vergangenen Jahren sind:

  • Ein offener Unterrichtsanfang in der Form, dass der Einlass der Kinder in das Schulgebäude und in die Klassenräume bereits 10 Minuten vor dem Unterricht beginnt.
  • Beteiligung an der Erstellung der Schulordnung
  • erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Schule macht Zukunft“ der Sparkasse Detmold mit den Themen „Zukunftswerkstatt“ und „Gestaltete Pausen“.
  • Aktualisierung der Schulordnung
  • Anschaffung von Pausenspielgeräten
  • Auswahl neuer Spielgeräte für den Turngarten und den Schulhof
  • Mülltrennung
  • Überarbeitung der Verhaltensregeln für den Außenbereich in den Pausen
  • Überarbeitung der Verhaltensregeln für die Benutzung der Toiletten

3. Unterricht bei uns

 

Gemeinsamer Unterricht

Mit Beschluss des Schulamtes für den Kreis Lippe wurden wir zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 „Haus des gemeinsamen Lernens“. Dies bedeutet, dass fortan in jedem Schuljahr Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf beschult werden. Dies kann zielgleich oder zieldifferent sein.

Durch eine niveaudifferenzierte individuelle Förderung soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, die Schule „schaffbar“ zu erleben und sie so vor Überforderung zu schützen. Unser Ziel ist der Aufbau von Selbstwert und Selbstachtung durch ein auf Erfolgserlebnisse ausgeritetes Klima.

Für den Schulalltag an unserer Schule bedeutet Inklusion:

  • die Schaffung von möglichst vielen gemeinsamen Lern- und Erfahrungsräumen
  • die enge Zusammenarbeit der Sonderpädagogin mit der Klassenlehrerin bei der Ziel- und Entscheidungsfindung
  • offene Unterrichtsformen, um jedem Kind das Lernen auf seinem jeweiligen Niveau zu ermöglichen

 

Ritualisierter Tagesbeginn

Jeder Schultag beginnt an unserer Schule mit dem Morgenkreis. Um dieses Ritual auf unkomplizierte Art und Weise durchführen zu können, befindet sich in jedem Klassenraum ein fest installierter Sitzkreis. Die Inhalte des Morgenkreises unterscheiden sich je nach Jahrgang.

 

Fächerübergreifender Unterricht

Eine wichtige Aufgabe des Unterrichts besteht darin, dass den Kindern Hilfen bei der Erschließung der Lebenswirklichkeit gegeben werden sollen. Kinder sehen die Realität aber nicht durch die Augen der Unterrichtsfächer, sondern begegnen ihr ganzheitlich. Der Unterricht hat daher die Aufgabe, Themen fächerübergreifend anzugehen, wenn sich eine Verknüpfung anbietet. 


 

Ein Beispiel zum Thema „Frühling“:

  • Musik: Frühlingslieder "Der Frühling" aus den 4 Jahreszeiten von A. Vivaldi
  • Mathematik: Wie viele Tage hat der Frühling? Kalender, Tageszeiten, Tageslängen, Zeitspannen und Zeitpunkte
  • Deutsch: Wortfeldsammlung zum Frühling, Frühlingsgedichte ("Weißt du, wie der Frühling riecht?")
  • Kunst: Frühlingsbilder, Farben des Frühlings
  • Sachunterricht: Frühblüher, Tiere im Frühling, Frühlingswetter

 

Wie Kinder lernen

Offener und handlungsorientierter Unterricht gehören bei uns zu den grundlegenden Lernformen. Bei der für alle Beteiligten relevanten Bearbeitung einer Thematik soll die ganze Gruppe von der Idee, über die Planung und zielgerichtete Durchführung bis hin zu den Ergebnissen und der Auswertung beteiligt sein und sie mittragen. Offene Unterrichtsformen wie Tages- und Wochenplan, Freie- und Projekt-Arbeit ermöglichen in besonderer Weise den selbst bestimmten Umgang mit einem Thema. Durch ein vielfältiges Materialangebot eröffnen wir den Kindern unterschiedliche Zugänge und Erfahrungen. Wir helfen ihnen, das Lernen zu lernen. Wir Lehrer beraten, helfen und ermutigen die Kinder bei ihrem selbsttätigen Vorgehen.

Seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 wurde mit Beschluss der Schulkonferenz der Pausengong zwischen der 3. und 4. Unterrichtsstunde abgestellt, um den Kindern ungestörte Zeiteinheiten für ihr Lernen zu ermöglichen.

Die eigenverantwortliche Organisation der Lernarbeit kann nur gelingen, wenn die Kinder methodisch sicher und versiert sind, wenn sie über einschlägige Methodenkompetenzen verfügen. Deshalb wurden verbindliche Lern- und Arbeitstechniken für die einzelnen Jahrgangsstufen festgelegt.

 

Hausaufgaben

Hausaufgaben dienen an unserer Grundschule der Nachbereitung oder Übung der in der Schule erarbeiteten Unterrichtgegenstände oder der Vorbereitung der kommenden Unterrichtsvorhaben. In der "Allgemeinen Schulordnung" werden folgende Richtwerte für die Dauer der Hausaufgaben vorgegeben:

 

1./2. Schuljahr: 30 min

3./4. Schuljahr: 45 min

 

In der OGS findet eine Hausaufgabenbetreuung durch geschultes Personal statt. Es werden in der Regel jahrgangsbezogene Gruppen gebildet; in jeder Gruppe sind etwa 10 Kinder.

 

Anfangsunterricht

Der Übergang vom Kindergarten zur Schule ist ein bedeutender Einschnitt im Leben der Kinder. Sie kommen mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen zu uns und lassen sich deshalb ganz unterschiedlich auf die schulischen Angebote und Anforderungen ein. Es ist wichtig und hilfreich für uns, eng mit Eltern und Kindergärten zusammenzuarbeiten und möglichst viel von einem Kind zu wissen, um es individuell fördern zu können.

Die Kinder werden in der Schuleingangsphase (SEP), die das 1. und 2. Schuljahr umfasst, unterrichtet. An unserer Schule wird auf Beschluss der Schulkonferenz hin die SEP jahrgangsbezogen durchgeführt. 
Mit dem Eintritt in die Grundschule begegnen die Kinder einem für sie völlig neuen Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum. Um diese Situation zu erleichtern, verwirklichen wir in den Anfangsklassen das Klassenlehrerprinzip. Damit steht täglich für mehrere Stunden dem Kind die gleiche Bezugsperson zur Verfügung. 


 

Vor der Einschulung

Erste Kontakte und der Start für ein vertrauensvolles Miteinander von Lehrern, Eltern und Schulleitung beginnen schon etwa ein halbes Jahr vor Schulbeginn. 
Am Informationsabend für die Eltern der 4-jährigen Kinder werden u.a. Hinweise und Tipps gegeben, wie die künftigen Erstklässler bestmöglich auf den Übergang in die Grundschule vorbereitet werden können. Außerdem gehören die Schulanmeldung, die amtsärztliche Untersuchung, sowie der erste Elternabend (meistens Ende Mai/Anfang Juni) dazu. Nach der amtsärztlichen Untersuchung trifft die Schulleitung im Einvernehmen mit den Eltern die endgültige Entscheidung über die Schulfähigkeit der Kinder.

Im Frühjahr besuchen die künftigen Erstklässler mit ihren Erzieherinnen in kleinen Gruppen die ersten Klassen, um die Räumlichkeiten der Schule kennen zu lernen und in schulische Arbeitsweisen hineinzuschnuppern. So werden Kontakte aufgebaut und mögliche Ängste schneller überwunden.

 

Die Einschulung

Um allen Kindern einen als positiv erlebten Schulanfang und einen kindgerechten Übergang zu ermöglichen, wird der Einschulungstag von den älteren Grundschülern vorbereitet und durch eine Feier im Bürgerhaus gestaltet, in welcher sie die Erstklässler mit Liedern, Gedichten, Tänzen etc. begrüßen.

 

Die ersten Schulwochen

In den ersten Schulwochen sollen sich die Kinder einleben, ohne sich überfordert zu fühlen. Zu Beginn der Schulzeit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem sozialen Lernen. Denn erst wenn die Kinder sich kennen gelernt haben, fähig sind, über sich selbst Auskunft zu geben, bereit sind, Erfahrungen anderer anzuhören und anzunehmen, sich vertraut gemacht haben mit der schulischen Umgebung, den dort geltenden Regeln und ersten Lern- und Arbeitsformen, sind sie gut vorbereitet, erfolgreich Lerninhalte erarbeiten zu können. 


 

Diagnose und Förderung im Anfangsunterricht

In der Schuleingangsphase wird das Fundament für die weitere schulische Entwicklung des Kindes gelegt. Deshalb beobachten wir die Kinder genau, versuchen ihre Stärken und Schwächen aufzuspüren, um sie mit differenzierenden Maßnahmen individuell fördern zu können. Bezogen auf die individuellen Lernausgangslagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder wird ihnen durch geeignete unterrichtliche Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung eine individuelle Förderung im jahrgangsbezogenen Klassenverband ermöglicht. 
Um jedes Kind von Anfang an gezielt fördern zu können, wird in den ersten Wochen des Anfangsunterrichts eine genaue Lernstandanalyse erstellt. Getestet werden Basiskompetenzen in den Bereichen Motorik, visuelle Wahrnehmung, auditive Wahrnehmung, kinästhetische Wahrnehmung, Kognition, Sprache, Mathematik. Nach erfolgten Lernstandfeststellungen werden bei Bedarf individuelle Förderpläne erstellt und mit den Eltern besprochen.

 

Differenzieren und Fördern

Jedes Kind soll erfahren, dass es fähig ist, etwas zu leisten. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, grundlegende Ziele auf unterschiedlichem Niveau, in unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen und dabei dennoch gemeinsam in einer Klasse zu lernen.

Unser Förderunterricht kommt grundsätzlich allen Kindern zugute. Er hat vor allem die Aufgabe, Lernschwierigkeiten und Lücken zu beheben, bietet aber auch die Gelegenheit, schneller und leichter lernenden Kindern zusätzliche Lernangebote zu machen. An unserer Schule gibt es zurzeit neben dem klasseninternen Förderunterricht (überwiegend Mathematik und Deutsch) klassenübergreifende Fördergruppen: Sportförderunterricht, LRS- und Dyskalkulieförderunterricht.

 

Teamkonzept Grundschule Schlangen

Vor dem Hintergrund des Strebens nach der Entwicklung der Unterrichtsqualität an unserer Schule verfolgt das Kollegium der Grundschule Schlangen in den kommenden Jahren die Entwicklung einer tragfähigen Teamarbeit. Dabei stehen folgende Hauptziele im Mittelpunkt:

  • die individuelle Unterstützung aller Kinder, die mit ganz unterschiedlichen Lebens- und Lernvoraussetzungen in unsere Schule kommen
  • die Erleichterung des Umganges mit Heterogenität in den Klasse für die Lehrkräfte
    die Institutionalisierung gemeinsamen Lernens der Lehrkräfte und gegenseitige Unterstützung
  • die Umsetzung externer Vorgaben und die Entwicklung innovativen Unterrichts

Die Verfolgung dieser Ziele erfordert eine teamorientierte, kooperative Arbeit auf allen Ebenen. Nur so können wir die Freisetzung von Personalressourcen durch Arbeitsteilung und Arbeitsentlastung erreichen. Es werden Freiräume für kreative Ideen und ein konstruktives Miteinander hergestellt. Die Bereitstellung von vorstrukturierten, differenzierten und evaluierten Arbeits- und Unterrichtsmitteln in Materialsammlungen schafft hierfür die Voraussetzungen. Neuerungen werden im Unterricht umgesetzt, systematisch erprobt und reflektiert.

Entscheidungen werden gemeinsam, nach fachorientierten und didaktischen Grundsätzen getroffen. Dabei sind alle Lehrkräfte aktiv beteiligt. Getragen wird die Arbeit durch gemeinsame Normen und Werte. Das gesamte Kollegium trägt letztendlich nach der Evaluation der Ergebnisse die Entscheidungen mit. Im Zentrum des Bestrebens steht das erfolgreiche Lernen der Schülerinnen und Schüler unserer Schule.

 

1. Jahresziel

Ausgangslage zu Beginn des Schuljahres sind mehr oder weniger regelmäßige Jahrgangsteamtreffen. Hier werden z.T. Arbeitsmaterialien ausgetauscht, Lernzielkontrollen gemeinsam geplant, in einigen Teams Kannlisten erstellt.

Ziel bis Ende des Schuljahres: Aktualisierung der Jahrgangsordner Sachunterricht im Jahrgangsteam

  • Arbeit an den Themen für den Sachunterricht in allen Jahrgängen
  • (Grundlage bilden die vorhandenen Kompetenzraster)
  • Erarbeitung von Lernzielkontrollen und Kann-Listen
  • Erarbeitung differenzierter Materialien
  • Erprobung der Materialien
  • Bereitstellung des Materials in Papierform
  • Förderung der Kooperation der Lehrkräfte/Intensivierung der Teamarbeit

In den Folgejahren wird die Arbeit auf sämtliche Fachbereiche ausgeweitet.

 

2. Die Jahrgangsteams

  • gemeinsam geteilte Normen und Werte
  • Die Grundschule Schlangen hat sich für die Arbeit in Jahrgangsteams entschieden. Regelmäßig finden Teamtreffen statt. Bei der Arbeit in den Jahrgangsteams stehen eine Zielorientierung, gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit bei den Absprachen im Vordergrund. Voraussetzung ist die Akzeptanz der von den Teampartnern erarbeiteten Inhalte und deren verbindliche Umsetzung durch alle Teammitglieder. Die Teammitglieder verstehen sich als gegenseitige Ratgeber.
  • gemeinsamer Arbeitsansatz und Abstimmung mit anderen Teams
  • Die Jahresarbeitspläne werden am Ende eines jeden Schuljahres in Absprache mit den anderen Jahrgangsteams evaluiert, überarbeitet und den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst.
  • Regeln der Zusammenarbeit
  • Alle Mitglieder des Kollegiums verpflichten sich zu einem sorgfältigen Umgang mit den bereitgestellten Materialien und dem Bemühen, diese vollständig weiterzugeben.
  • Mögliche Inhalte der Teamsitzungen

-       Diskussion fachlicher und überfachlicher Themen

-   Unterrichtsplanung (gemeinsame Überlegungen zu Unterrichtsreihen, grobe Festlegung der Inhalte; schwerpunktmäßig für ein Fach)

-       gemeinsame Absprachen von Leistungsüberprüfungen und deren Auswertung

-       Erstellen von Kompetenzrastern

-       Erstellen von Kann-Listen

-       Hausaufgaben

-       Klassenübergreifende Förderangebote

-       Hospitationen

-       aktuelle Organisation

-       Fallberatung

-       klassenübergreifende Angebote

-       Evaluation der Teamarbeit

 

3. Äußere Bedingungen

Angestrebt wird die Bereitstellung eines Team- Arbeitsplatzes, die Implementierung der Teamstunden in den Stundenplan und die Schaffung von Möglichkeiten der übersichtlichen Lagerung der entwickelten Arbeitsmaterialien.

Die Nutzung eines Arbeitsprotokolls für die Teamsitzungen erfolgt optional.

Die Bereitstellung der Materialien in digitaler Form erfolgt zunächst nicht.

4. Hinweise zu den Fächern

 

Grundlage für unseren Unterricht sind die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2008.

 

Sachunterricht

Die Aufgabe des Sachunterrichts ist es, Kindern bei der Erschließung ihrer Lebenswirklichkeit Hilfen an die Hand zu geben. Die Kinder setzen sich mit natürlichen, technischen und sozialen Phänomenen auseinander. Themenbereiche des Sachunterrichts bilden häufig den Ausgangspunkt für fächerübergreifendes Arbeiten und kleine Projekte.

Das Hinzuziehen von Experten und das Aufsuchen außerschulischer Lernorte unterstützen die Kinder bei der Erforschung ihrer Umwelt. Die Fachkonferenz Sachunterricht hat gemäß den Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule ein schulinternes Curriculum für unsere Schule entwickelt und Kompetenzerwartungen zugeordnet. Außerdem wurde ein Schulverkehrsplan erstellt.

Das schulinterne Curriculum wurde in den einzelnen Jahrgangsteams erstellt und mit dem Gesamtkollegium abgestimmt. Dabei einigten wir uns zunächst auf verbindliche Themen für jede Jahrgangsstufe:

Die Themen wurden in allen Jahrgängen bis zum Ende des Schuljahres 2016/17 evaluiert, überarbeitet und inhaltlich aktualisiert. Zu jedem Themenbereich wurde ein Kompetenzraster erstellt.

Um das experimentelle Arbeiten im Sachunterricht zu fördern, steht jeden Monat ein „Experiment des Monats“ zur Verfügung. Das jeweilige Thema wird im Forum veröffentlicht und die Materialien sowie Kopiervorlagen stehen im Sachunterrichtsraum bereit. Hier können die Kinder praktische Versuche aus allen naturwissenschaftlichen Bereichen durchführen und darüber in Austausch treten.

Themenplanung aus unserem Schulinternen Curriculum:

Beispiel für eine Kann-Liste:

 

SU Kl. 3: Feuer und Brandschutz

Deutsch

 

Der Lehrplan untergliedert das Fach Deutsch in vier Bereiche:

  • Sprechen und Zuhören
  • Schreiben
  • Lesen- mit Texten und Medien umgehen
  • Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

Die Bereiche und die ihnen zugeordneten Schwerpunkte wirken bei der Planung und Durchführung des Unterrichts integrativ zusammen.

 

Sprechen und Zuhören

Im Zentrum sprachlichen Handelns steht der mündliche Sprachgebrauch. In allen Fächern ist der richtige Gebrauch der deutschen Sprache unabdingbar. Gelingende mündliche Verständigung erfordert differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten auf der verbalen und nonverbalen Ebene. Um das Gelernte mit dem Welt- und Sachwissen der Kinder in Verbindung zu bringen, wird auf eine Verzahnung mit anderen Fächern viel Wert gelegt.

Schwerpunkte dieses Bereiches sind:

  • Verstehend zuhören
  • Gespräche führen
  • Zu anderen sprechen
  • Szenisch spielen

Diese Schwerpunkte unterstützen die Kinder dabei, eine Gesprächskultur zu entwickeln. Durch den Einsatz spezifischer Materialien (s. Materialübersicht und Jahresplan) und unterschiedlichster Aufgabenformate werden die individuellen sprachlichen Voraussetzungen, mit denen die Kinder in die Schule kommen, aufgefangen (DAZ- Unterricht, Förderunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund). Somit wird gewährleistet, dass jedes Kind das ihm entsprechende Anforderungsniveau erreichen kann.

 

Das Gespräch stellt eine wichtige Säule unseres gesamten Unterrichts dar. Dabei werden Probleme, Konflikte und Gefühle zum Ausdruck gebracht. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich an Gesprächsregeln zu halten, wenn sie erzählen bzw. den anderen Kindern zuhören. Mit zunehmender Zeit lernen die Kinder, sich sachbezogen zu verständigen. Sie erweitern ihren Grundwortschatz und können sich auch im szenischen Spiel äußern.

 

Haben Kinder Probleme logopädischer Art, wird der Kontakt zu entsprechenden Therapeuten angebahnt. Diese stehen oftmals mit der Schule in Verbindung, soweit dieses die Eltern wünschen.

 

Schreiben

Der Bereich „Schreiben“ ist weiterer wichtiger Bereich des Deutschunterrichts.

Schwerpunkte dieses Bereiches sind:

  • Über Schreibfertigkeiten verfügen
  • Texte planen, schreiben ,überarbeiten
  • Richtig Schreiben

Das individuelle Produzieren von Texten hat von Anfang an einen hohen Stellenwert. So werden schon im ersten Schuljahr Anlässe geschaffen, die zum Schreiben eigener Texte anregen (Montagsgeschichten, Briefe schreiben, "Klassenbücher" herstellen). Im Laufe der weiteren Grundschuljahre wird das individuelle Schreiben um ein Schreiben nach erarbeiteten Kriterien ergänzt. Für verschiedene festgelegte Textformen in den Jahrgängen 3 und 4 wurden verbindliche Schreibkriterien erarbeitet.

Dem Schwerpunkt „Richtig schreiben“ kommt im Bereich des Schreibens eine wichtige Bedeutung zu.

Beim Schreiben von eigenen Texten orientieren sich die Kinder immer mehr an regelkonformen Schreibweisen und benutzen dazu entsprechende Strategien und geeignete Hilfsmittel. So nutzen die Schüler Abschreibtechniken und wenden Rechtschreibmuster und rechtschriftliche Kenntnisse zunehmend an. Sie lernen bestimmte Rechtschreibstrategien (Mitsprechen, Ableiten, Einprägen...) und grundlegende Regelungen der Rechtschreibung kennen. Die Bereitstellung verschiedenster Hilfsmittel (Wörterbuch, Lernkartei, Rechtschreibhilfe des PC…) erhöht die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung im Umgang mit der Rechtschreibung.

 

Lesen- mit Texten und Medien umgehen

Im Bereich „Lesen- mit Texten und Medien umgehen“ lernen die Kinder, in einer anregenden Leseumgebung ihre Lesefähigkeiten zu entwickeln.

Schwerpunkte dieses Bereiches sind:

  • Über Lesefähigkeiten verfügen
  • Über Leseerfahrungen verfügen
  • Texte erschließen/Lesestrategien nutzen
  • Texte präsentieren
  • Mit Medien umgehen

Beim Umgang mit Texten ist es wichtig, die Freude, die Fähigkeit und die Motivation der Schülerinnen und Schüler, sich auf Texte einzulassen, zu wecken und zu fördern. Durch Vermittlung verschiedenster Lesestrategien erfahren sie einen direkten Bezug zur Sinnhaftigkeit des Lesens. Sie intensivieren das Verstehen von Texten und verbinden das Gelesene mit ihrem Sach- und Weltwissen. Wir versuchen an unserer Schule, mit Hilfe von Leseecken, Schülerbüchereien, Autorenlesungen, der Kooperation mit der Gemeindebücherei und verschiedenen anderen Projekten (z. B. Antolin, Lesen und Spielen kleiner Theaterstücke, Besuch des Landestheaters… ) dieser Aufgabe gerecht zu werden. In jedem Schuljahr nehmen Kinder unserer Schule an einem Lesewettbewerb auf Kreisebene teil.

Der LRS- Förderunterricht unterstützt Kinder, die in den Bereichen „Lesen und Rechtschreiben“ erhebliche Schwierigkeiten haben. Immer wieder wird der Rat einer in der LRS- Förderung ausgebildeten Fachkraft gesucht.

 

Sprache und Sprachgebrauch

Im Bereich „Sprache und Sprachgebrauch“ untersuchen die Kinder in konkreten Situationen Muster und Strukturen der gebrauchten Sprache. Die Sprachreflexion begleitet jede Spracharbeit.

Schwerpunkte sind:

  • Sprachliche Verständigung untersuchen
  • An Wörtern, Sätzen und Texten arbeiten
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen entdecken
  • Grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe kennen und anwenden.

Die Kinder arbeiten an Wörtern, Sätzen und Texten der deutschen Sprache und lernen dabei die spezifischen Fachbegriffe kennen. Beispiele aus dem Englischunterricht und der Vergleich mit den Familiensprachen der Kinder können dabei helfen, Einsichten in den Aufbau der Sprache zu gewinnen. Am Ende der Klasse 4 sollen die Kinder über die wichtigsten Fachbegriffe auf Wort- Satz- und Textebene verfügen.

 

 

Englisch

Aufgaben und Ziele des Fachs Englisch

Der Englischunterricht in der Grundschule beginnt im 2. Halbjahr der Klasse 1 und geht bis Klasse 4. Er umfasst 2 Wochenstunden. Es geht um Vermittlung und Erwerb elementarer sprachlicher Mittel sowie konkreter kommunikativer Fähigkeiten und Fertigkeiten. Am Ende von Klasse 4 sollten die Schülerinnen und Schüler insgesamt die Niveaustufe A1 des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen“ erreichen. (Kompetenzerwartungen, Lehrplan Englisch)

 

Grundlegende Prinzipien der Unterrichtsgestaltung

Sprachliches Handeln ist Ausgangs- und Zielpunkt des Englischunterrichts. Deshalb stehen konkrete Situationen der Sprachverwendung im Mittelpunkt. Die Themenbereiche, in denen dieses während der Grundschulzeit geschieht, sind beispielsweise:

  • me and my family
  • my body and my clothes
  • food and drinks
  • leisure time
  • special days
  • at school

In den schuleigenen Stoffverteilungsplänen wird konkreter auf die Umsetzung dieser Themen eingegangen.

 

Englischunterricht an unserer Schule

Der Englischunterricht für die für die Klassen 1 – 4 findet überwiegend in dem Fachraum statt, der u.a. mit audio-visuellen Medien wie CD-Player, Fernsehgerät und DVD-Player ausgestattet ist. Außerdem befinden sich dort englische Kinderbücher, viele Bildkarten, englische Wörterbücher, Poster mit Informationen aus englischsprachigen Ländern etc. Wir arbeiten mit dem Lehrwerk Sally.

 

Leistungsbewertung im Englischunterricht

Die Grundlage der Leistungsbewertung sind die Kompetenzerwartungen des Lehrplans von 2008. Die Leistungsbewertung bezieht sich auf alle Bereiche des Fachs. Die kommunikative Leistung wird höher als die sprachliche Richtigkeit bewertet. Schriftliche Arbeiten im Fach Englisch gibt es ab Klasse 3. Grundsätzlich hat die mündliche Mitarbeit im Englischunterricht ein höheres Gewicht als die schriftlichen Arbeiten.

 

 

Mathematik

Im Mathematikunterricht kommt es darauf an, sich individuelle Lernwege zu erschließen, eigene Lösungsstrategien und Lösungsverfahren zu finden, bei Problemen nicht aufzugeben, sondern gemeinsam mit Partnern Lösungsversuche zu probieren. Rechenwege müssen sauber und für andere nachvollziehbar aufgeschrieben werden.

Der Unterricht im Fach Mathematik orientiert sich an den Richtlinien und Lehrplänen aus dem Jahr 2008. Der Lehrplan Mathematik beinhaltet verschiedene fachbezogene Kompetenzen. Diese unterteilen sich in prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen. Sie sind stets miteinander verzahnt und für die mathematischen Entwicklungsprozesse der Kinder in ihrer Bedeutung gleichwertig.

Ab der 2. Jahrgangsstufe im 2. Halbjahr werden pro Halbjahr 3 gemeinsam erarbeitete schriftliche Arbeiten geschrieben. Die Überprüfung dient der Messung des Leistungsstandes der Schülerinnen und Schüler sowie der Rückmeldung an die Lehrkräfte.

Seit vielen Jahren nimmt unsere Schule mit den Kindern des vierten Schuljahres und einigen des dritten Schuljahres am landesweiten Mathematikwettbewerb teil. Dabei können sich die Kinder durch Erreichen einer bestimmten Punktzahl für die Teilnahme an einer zweiten bzw. dritten Runde qualifizieren, die dann auf Kreisebene stattfindet.

 

Einsatz von Medien

 

Die Kinder heutzutage wachsen mit den verschiedensten Medien auf und nutzen diese ganz selbstverständlich. Zu den im Alltag verwendeten Medien gehören sowohl die neuen Medien wie Computer, Tablets und Handys jeweils mit und ohne Internetzugang als auch die traditionellen Medien wie Bücher, Zeitungen, CDs oder Fernseher. Aufgrund des frühen Umgangs von Kindern mit digitalen Medien bieten diese neuen Medien umfangreiche Möglichkeiten für die Arbeit in der Schule.[1]

„Kindern wir die Möglichkeit gegeben,

  • den Prozess der ‚Aneignung von Welt‘ unter Einbeziehung von Medien aktiv zu gestalten (kreative Gestaltung und Verwaltung von Medien),
  • Medien zu Darstellung eigener Ideen und Themen produktiv zu nutzen (u.a. Trickfilm, Hörspiel, Video),
  • genau hinzusehen und hinzuhören (reflexive Auseinandersetzung mit Medieninhalten),
  • Medienbeiträge kritisch zu hinterfragen,
  • die Attraktivität von Medien als pädagogisches Werkzeug zur Wissensaneignung kennenzulernen (Nutzung von Lexikon-Software, Internetrecherche),
  • Medien zu Lern- und Übungszwecken zu nutzen,
  • ihren […] Schulalltag medial festzuhalten (Geschichten, Erzählungen der Kinder dokumentieren, digitale Bilder von Kindern und deren Produkte machen) als Speicher von biografischen Erfahrungen,
  • ihre vielfältigen Erfahrungen auszuwählen, zu dokumentieren, sich daran zu erinnern und darüber zu sprechen“[2]

Leitideen unseres Medienkonzeptes

Traditionelle und digitale Medien können in der Schule als Hilfsmittel zum Lernen verwendet werden aber auch zum Unterrichtsgegenstand werden. Den Kindern soll im Unterricht der Grundschule eine Orientierung über wichtige Informationsmöglichkeiten vermittelt werden und wie die neuen Medien sinnvoll als Informations- und Kommunikationsmedien genutzt werden können.[3]

 

Im unserem Unterricht greifen wir die folgenden sechs Kompetenzbereiche des Medienkompetenzrahmens NRW auf:

 

  • Bedienen und Anwenden: Nutzen von Hardware und verschiedene digitale Werkzeuge
  • Informieren und Recherchieren: Durchführung zielgerichteter Informationsrecherche
  • Kommunizieren und Kooperieren: Nutzen der verschiedenen Kommunikationswege
  • Produzieren und Präsentieren: Nutzen digitaler Medien zur Präsentation von Arbeitsergebnissen
  • Analysieren und Reflektieren: Zielsetzungen unterschiedlicher Medien analysieren und für das eigene Nutzen reflektieren
  • Problemlösen und Modellieren: Algorithmische Muster und Strukturen kennenlernen und erkennen

[1] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen: Bildungsgrundsätze-Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an, Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, 2016, S. 128.

[2] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen: Bildungsgrundsätze-Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an, Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, 2016, S. 130-133.

[3] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, 2012, S. 15.

5. Schulleben und Öffnung nach außen

 

Nicht nur der Unterricht, sondern das Schulleben insgesamt entscheidet darüber, ob die Grundschule die Kinder zu selbstständigem und verantwortlichem Handeln befähigt. Ein reichhaltig gestaltetes Schulleben unterstützt die Verwirklichung des Erziehungsauftrags und erweitert die Formen und Möglichkeiten des Lernens in der Grundschule. Öffnung von Schule bringt unseren Kindern verstärkt die Möglichkeit, Erfahrungs- und Handlungsräume außerhalb der Schule in ihren Schulalltag zu integrieren, lebensnäher und ganzheitlicher zu lernen, einen Bezug der Lerninhalte zur Realität zu erkennen und sich so besser mit Schule und Lernen zu identifizieren. So sind folgende Aktivitäten nach und nach fester Bestandteil unseres Schullebens geworden:

 

Feste, Feiern, Aufführungen u. andere Aktivitäten in der Schule

Mit Festen lockern wir den schulischen Alltag auf; sie fördern das Gemeinschaftsgefühl, gliedern den Jahresablauf und schaffen Höhepunkte. Bei der Vorbereitung und Durchführung kann jeder ein Stück Verantwortung übernehmen, seine individuellen Stärken einbringen und Anerkennung durch andere erfahren.

 

  • von allen Beteiligten gemeinsam vorbereitete Einschulungsfeier im Bürgerhaus
  • gemeinsames Adventssingen aller Klassen im Forum
  • ein großes Schulfest - alle vier Jahre
  • Teilnahme am Zirkusprojekt mit anschließender öffentlicher Aufführung – alle 4 Jahre
  • (individuelle) Klassenfeiern, auch mit Eltern
  • Abschlussfeiern der 4.Klassen
  • Projekttage (z.T. gemeinsam mit der OGS) unter Einbeziehung kompetenter Eltern und Helfer mit anschließender öffentlicher Präsentation der Ergebnisse
  • Leseprojekte wie z.B. Lesenacht, Autorenlesungen, Besuch der Schlänger Bücherei, Lesewettbewerb (mit Einbeziehung von Eltern und außerschulischen „Jury- Mitgliedern“)
  • Sport- und Spielfeste (auch in Kooperation mit der GS am Sennerand)
  • Auftritte verschiedener Personen und Gruppen wie z.B. Theatergruppen, Pantomime, Zauberer, Puppentheater, Musiker
  • Teilnahme am Malwettbewerb der Volksbank oder der Werbegemeinschaft
  • Teilnahme an besonderen Aktionen wie Schlänger Pflasterlauf oder Veranstaltungen im Rahmen der Städtepartnerschaft
  • Teilnahme am Weihnachtsmarkt
  • Beteiligung an der Adra-Weihnachtspaketaktion

Klassenfahrten, außerschulische Lernorte und andere Aktivitäten außerhalb der Schule

Ausflüge und Klassenfahrten stärken durch positive Erlebnisse das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitschüler. Sie fördern soziale Verhaltensweisen wie Rücksichtnahme, Toleranz, Verständnis, gegenseitige Hilfe, das Zurückstellen eigener Wünsche und Einhalten von Regeln. Außerdem sind sie ein weiterer wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit. Durch die Kooperation mit Institutionen, Betrieben und Personen aus dem Umfeld unserer Schule wollen wir auch die Kompetenz anderer als sinnvolle und arbeitserleichternde Ergänzung und Unterstützung unserer Arbeit nutzen sowie das Interesse an und die Identifikation aller Beteiligten mit der Schule in der eigenen Gemeinde wecken.

  • mehrtägige Klassenfahrten im 3. oder 4.Schuljahr
  • Wandertage
  • Besuch einer Theateraufführung in Detmold, Paderborn oder einer Freilichtbühne in der näheren Umgebung
  • eigene Aufführungen zur Einschulung, zu Weihnachten und zum Schuljahresende
  • Unterrichtsgänge z.B. zu einer Bäckerei oder einem anderen Handwerksbetrieb, zur Volksbank oder zur Sparkasse, zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, zum Heimatmuseum, zur Gemeindeverwaltung, zu Kirchen, zur Tiefenbohrung und zum Hochbehälter, zur Kläranlage, zur Post, zur Polizei, zur Feuerwehr, zu einem Imker, zur Burg in Horn, zum Wochenmarkt ...
  • Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen
  • Verkehrserziehung und Radfahrprüfung mit Polizeibeamten, Busschule
  • Teilnahme an regionalen Sportveranstaltungen wie Basketballturnieren und Basketball- und Leichtathletikmeisterschaften
  • Teilnahme an örtlichen Veranstaltungen zum Weltkindertag
  • Museumsbesuche

Zusammenarbeit mit Eltern

Schulleben kann nur dann gelingen, wenn die Eltern in das Leben an der Schule mit einbezogen werden. Voraussetzung für die fruchtbare Zusammenarbeit und Beratung ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Um dieses aufzubauen und zu pflegen bedarf es neben Lehrersprechstunden, Elternsprechtagen und Elternabenden auch gemeinsamer Diskussionen in den Mitwirkungsgremien (Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft, Schulkonferenz, Fachkonferenz) über Erziehungsziele und Aufgaben wie z. B. die Konsensfindung über Aufgaben der Eltern und Lehrer. Diese Vereinbarungen sind in das Leitbild unserer Schule eingeflossen. Der vereinheitlichte Schulplaner, Elternsprechtagsvorlagen, Kannlisten… bieten eine gute Grundlage für einen kontinuierlichen Austausch zwischen Schule und Elternhaus.

 

Eltern können sich außerdem aktiv einbringen:

  • Spielgerätebau und Schulhofgestaltung mit Elternhilfe
  • Elternnachmittage mit gemeinsamen Wanderungen o.ä.
  • Elternbegleitung bei Wanderungen, Basteleien, Projekten u.ä.
  • Eltern oder Großeltern als Sachkundige für bestimmte Themen
  • Eltern als Lesebegleiter
  • An unserer Schule gibt es seit vielen Jahren einen Förderverein. Durch seinen Einsatz und seine Mithilfe konnten seitdem eine Reihe von Maßnahmen schnell und unbürokratisch durchgeführt werden. Mitgliedsbeiträge, Festerlöse und Spenden ermöglichten schon viele nützliche Anschaffungen, für die der Schuletat nicht ausreichte, wie Pausenspielgeräte, Computer, Musicalaufführungen, Autorenlesungen u.a. sowie die finanzielle Unterstützung bedürftiger Kinder bei kostenträchtigen Schulveranstaltungen wie Theater- und Klassenfahrten.

6. Beratung von Eltern und Kindern

 

Zu den Aufgaben der Lehrer/innen gehört auch, in vertrauensvoller Atmosphäre Schüler/innen und Eltern hinsichtlich der Schullaufbahn, sowie bei Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und Erziehungsfragen zu beraten.

Eine ausführliche und umfassende Schullaufbahnberatung berücksichtigt die gesamte Persönlichkeit und das Umfeld des Kindes und beginnt schon vor der Einschulung. Dazu gehören von Lehrern und Erziehern gestaltete Elternabende in den Kindergärten zu Lern- und Entwicklungsprozessen der Kinder.

 

Vor der Einschulung

  • ein Elternabend für die Eltern der Vierjährigen
  • ein Elternabend zur Vorbereitung auf schulisches Lernen

Bei der Einschulung

  • ein ausführliches Gespräch der Schulleitung mit den Eltern und dem Kind bei der Anmeldung
  • ein Informationsabend für die Eltern vor Schulbeginn
  • Beratung bei vermuteten Lern- und Entwicklungsstörungen
  • Beratung bei Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf

Bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten

  • Gespräche zwischen Kollegen, die das Kind unterrichten, bzw. unterrichtet haben
  • Gespräche mit den Eltern
  • Erstellen von Förderplänen
  • Erstellen von Lern- und Förderempfehlungen
  • Einholen von Beratungsgutachten
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen

Beim Übergang zur weiterführenden Schule

  • ein Informationsabend für die Eltern der 4. Schuljahre
  • eine Klassenkonferenz, anschließend darauf basierende Elterngespräche
  • eine schriftliche Empfehlung der Klassenkonferenz an die Eltern
  • Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen

7. Fortbildungen an der Grundschule Schlangen

 

Im Rahmen der Schulprogrammarbeit ist jede Schule verpflichtet, eine Fortbildungsplanung zu erstellen, die sowohl die Systembedürfnisse als auch die pädagogischen und fachlichen Fortbildungsnotwendigkeiten der einzelnen Lehrerinnen und Lehrer berücksichtigt (vgl. RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder v. 27.04.2004).

Fortbildungsplanung ist gemeinsame Aufgabe des Lehrerkollegiums. Zu Beginn eines Schuljahres wird im Rahmen der Schulentwicklungsarbeit der Fortbildungsbedarf für schulinterne Fortbildungen erhoben. Diese umfassen Aspekte zu fachlichen, didaktischen und methodischen, erzieherischen und organisatorischen Fragen sowie zur Evaluation des Schulprogramms und der Arbeit in der Schule. Schulexterne Fortbildung beinhalten in der Regel Themen, die einzelne Kolleginnen und Kollegen betreffen. Diese individuellen Fortbildungsbedarfe ergeben sich häufig erst im Laufe des Schuljahres.

Berücksichtigt werden müssen bei der Gesamtplanung Fortbildungen, die sich über mehrere Schuljahre erstrecken, wie z. B. die Fortbildung „Vielfalt Grundschule – Systemisch steuern“, die von Mai 2015 bis Mai 2018 dauert, sowie Fortbildungen, die im regelmäßigen Rhythmus aufzufrischen sind (z. B. Erste Hilfe, Brandschutz…).

 

Bei der konkreten Fortbildungsplanung sind verschiedene Aspekte zu beachten:

  • die Vorgaben des Schulministeriums
  • Beschlüsse der Schulkonferenz
  • das Fortbildungsbudget
  • Schuljahresterminplanung

Nach der Durchführung einer Fortbildung wird die Veranstaltung von den Kolleginnen und Kollegen ausgewertet. Dabei geht es unter anderem darum, welche Inhalte der Fortbildung in unsere Arbeit einfließen sollen, ob die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt wurden, um Methoden und Medien, die eingesetzt wurden und um die Kompetenzen der Moderatoren oder Referenten.

Kolleginnen und Kollegen, die an individuellen Fortbildungen teilnehmen, berichten zeitnah über die Fortbildungsmaßnahme, geben eventuell Material an das Kollegium weiter oder stellen konkrete Fortbildungsinhalte in einem schulinternen Angebot vor.

Eine zentrale Aufgabe im Rahmen der Fortbildungsplanung fällt der Fortbildungsbeauftragten zu. Sie ermittelt in jedem Schuljahr den Fortbildungsbedarf, sammelt Fortbildungsangebote und informiert darüber, sucht Moderatoren, organisiert die Durchführung in der Schule, sorgt gemeinsam mit der Schulleitung für die Finanzierung.

Entsprechend den Schwerpunkten in der Schulprogrammarbeit wurden und werden auch zukünftig die Themenschwerpunkte bei der Fortbildungsplanung gesetzt.